Was ist Privatsphäre?

Was bedeutet Privatsphäre?

Das kommt darauf an, wen man fragt. Allgemein gesprochen bedeutet Privatsphäre das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, also vor Einmischung und Eingriffen geschützt zu sein. Informationsprivatsphäre hingegen bedeutet das Recht, mitbestimmen zu können, wie die eigenen personenbezogenen Daten erhoben und verwendet werden.

Fragt man heutzutage die meisten Menschen, was sie unter Datenschutz verstehen, so führt das Gespräch wahrscheinlich über massive Datenpannen, tragbare Technologie, soziale Netzwerke, Fehltritte bei gezielter Werbung – ganz zu schweigen von den Snowden-Enthüllungen.

Hinzu kommt, dass verschiedene Kulturen sehr unterschiedliche Ansichten darüber haben, welche Rechte eine Person in Bezug auf ihre Privatsphäre hat und wie diese reguliert werden sollte.

Noch wichtiger ist jedoch die Frage: Warum ist das überhaupt wichtig?

Angesichts des rasanten technologischen Fortschritts wird der Datenschutz minütlich komplexer, da immer mehr Daten gesammelt und ausgetauscht werden. Mit zunehmender Raffinesse (und damit einhergehenden Eingriffen in die Privatsphäre) der Technologien nehmen auch die Nutzungsmöglichkeiten der Daten zu. Dies stellt Unternehmen vor die immense Herausforderung, ein extrem komplexes Risikoprofil zu erstellen, um den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten.

Infolgedessen hat sich der Schutz der Privatsphäre schnell zu einem der wichtigsten Verbraucherschutzthemen – wenn nicht sogar zu einem der wichtigsten Bürgerschutzthemen – in der globalen Informationswirtschaft entwickelt.

Datenschutz vs. Sicherheit ... ist das nicht dasselbe?

Nicht wirklich. Aber sie sind eng verwandt. Datenschutz konzentriert sich auf die Nutzung und Verwaltung personenbezogener Daten – beispielsweise auf die Einführung von Richtlinien, die sicherstellen, dass die persönlichen Daten der Verbraucher angemessen erhoben, weitergegeben und genutzt werden. Datensicherheit hingegen konzentriert sich stärker auf den Schutz von Daten vor böswilligen Angriffen und der missbräuchlichen Verwendung gestohlener Daten zum Zwecke der Gewinnerzielung. Obwohl Datensicherheit notwendig ist, um Daten zu schützen, reicht sie allein nicht aus, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Wo das ISB seinen Platz hat

Organisationen, die den Datenschutz nicht ordnungsgemäß handhaben, setzen sich Risiken aus – staatlichen Maßnahmen, Sammelklagen, finanziellem Ruin, Reputationsschäden und dem Verlust von Kundentreue. Datenschutz ist heute eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften.

Das ISB bietet Fachkräften aus multinationalen Konzernen und Start-ups die Möglichkeit, sich weiterzubilden, zu schulen und Ressourcen zu erhalten, um Datenschutz in ihren Organisationen korrekt umzusetzen. Wir betreiben keine Lobbyarbeit, wir legen keine Best Practices fest. Wir bieten ein Forum für Diskussionen und Weiterbildung zum Thema Datenschutz. Obwohl unser Name „Datenschutzexperten“ beinhaltet, sind wir eine Anlaufstelle für alle – von der Personalabteilung bis zur IT, von der Revision bis zur Rechenschaftspflicht, von Compliance bis zur Cloud –, die Datenschutz verstehen und die notwendigen Fähigkeiten und Informationen erwerben möchten, um beruflich voranzukommen.